Veröffentlicht in Allgemein

Aufzug Balkon Wintergarten Baustelle Story

Die Story zur zweiten großen Baustelle unseres Lebens.

Seit 2018 in Planung mit zunehmender Vehemenz, d.h. am Anfang sehr locker.

Was soll es werden? Jedenfalls ein Desaster-Kollateral-Vorteil und zwar der größte, den wir bisher zustande gebracht haben:
Wir müssen oder wollen uns einrichten auf 1-2 Rollstuhl-Patienten.
Das bedeutet genau einen Aufzug, der alle Stockwerke unseres schönen und großen Hauses bequem erreichbar macht. Und wenn schon, denn schon, mit Krankentrage, nicht nur mit Rollstuhl.
Soweit, so schlecht, jedenfalls die Gründe und Aussichten.
Um aber andere Aussichten absolut positiv zu gestalten, hängen wir an den durchaus großen Turm zwei schöne große Balkone, mit Seeblick. Der obere steht auf dem Wintergarten des anderen, muss ja irgendwo drauf 🙂
Drunter fällt zwangsweise ein Eingang für Rollstuhl-Gäste und dringend nötige Garage / Lagerraum ab.

Stand 24.3. läuft zwar die Baustelle trotz Corona noch normal, aber aufgrund der ziemlich irren Sperrung der tschechischen Grenze wird’s ab Donnerstag spannend. Die Balkondecke wird noch geliefert oder auch nicht. ???

Die Fotos in groß und noch einige mehr sind auf Amazon zu finden unter

https://www.amazon.de/photos/share/1DSnCbGxFPTBe5OFZAwQaKw93iKQjAlS85dm4qxZnKZ

Am Mittwoch, 5.2. wird’s ernst und zwar pünktlich.
(Allerdings noch nicht für den Beginn des eigentlichen Projektes, sondern für die Trockenlegung und Unterfangung des Hauses, was wir bei dieser Gelegenheit gleich mit erledigen. )

pünktlich um 8 Uhr tauchen zwei große Lastwägen mit einem Bagger auf

um 8:30 kommt auch gleich noch ein tiny house (welchselbige wir erst im nächsten Winter erschliessen wollten). Praktisch, dass der Bagger schon da ist. Aber vielleicht ist das alles so geplant?

Die machen nicht lang rum: Um 9 Uhr steht der Bagger im bald ehemaligen Garten und beginnt sein Vogonen Werk.

Um 12 Uhr ist die Treppe weg, der untere Teil vom Garten weg und erster Schotter für die „Baustraße“ drauf. Ich hab das Wort Straße nicht so ernst genommen, aber relativ zu unserem Ex Garten wird sich diese als Autobahn entpuppen.

Gut, dass die Platten der Treppe sowieso alt und gebrechlich waren und das Gras nie richtig gewachsen ist da unten. Gut auch, dass die Birken an der Hausecke schon früher weg mussten, weil von oben angefault. Die Sandsteine der Mauer sind noch gut. Erstes Lob vom Capo: So eine stabile freistehende Mauer und auch noch aus Sandstein hat er lange nicht gesehen. Immerhin.

Ich schreibe an die Familie im Exil: die Vogonen sind pünklich gekommen.
Jonas antwortet sehr schnell: Mal sehen, wer eher rostet?
Ich brauche Nachhilfe, ahne aber, dass es ein Zitat ist.

Naja, war ja klar, aus dem Anhalter durch die Galaxis. Die Ouvertüre zur Zerstörung der Erde durch die Vogonen. Dent hatte sich vor den Bagger gelegt, der sein Haus abreissen wollte, weil es im Weg war für eine neue Umgehungsstraße.

Ich hab mich dem Bagger nicht in den Weg gelegt, wir haben ja diese Zerstörungen in Kauf genommen, um das Haus wenigstens an dieser Seite trocken zu legen. Die erste Woche der Baustelle hat sich im Wesentlichen damit beschäftigt.

um 16:10 liegt die Mauer neben dem Holzstoß, ein Teil vom Holzstoß auf der Terrasse und der Bagger hat sich schon fast bis ans Ende vom Haus vorgearbeitet. Er ist nur deshalb so langsam, weil dort alle Versorgungs Leitungen ins Haus gehen, auf unbekannten Höhen und Abständen 🙂

Um 17 Uhr steht die Burgherrin vorm zukünftigen Wassergraben mit Zugbrücke. So sieht es jedenfalls aus. Der Garten ist größtenteils verschwunden.


Am Donnerstag 6.2. Mittag sind die größten möglichen Unglücke schon mal nicht passiert. Gas, Telefon, Strom, Wasser ist noch alles dicht.

Leider hat uns ein Unglück dann doch getroffen: Die Linde, die wir unbedingt erhalten wollten, war doch viel zu nah am zukünftigen Loch für den Turm und musste den Gnadenschnitt erhalten.

Nicht schön, aber alternativlos. Baum oder Turm. Glücklicherweise war der Baummörder gleich zur Stelle. Nochmal Brennholz. Schnitzen will ich nicht.

Um kurz vor 17 Uhr, als alle weg sind, ist auch der Garten Alle. Komplett weg. Schöne Sandhaufen. Die Erde liegt jenseits des Gartens. Aber das Haus steht noch.

Zweiten Tag überlebt, jedenfalls das Haus und wir, der Baum nicht, der Garten auch nicht.


Am Freitag vormittag wird dieser intergalaktische Umgehungshighway aufgeschüttet:

Dabei darf ich den Rüttler führen, weil die anderen was Wichtigeres zu arbeiten haben. Im Hintergrund verschwindet gerade das gelbe Vogonen-Gerät. AusGeSandSpielt. Ich habe den Eindruck, ein erster Point Of No Return ist erreicht. Jetzt müssen wir wohl durch.

Erst mal gibts jetzt für Montag den Plan, das Haus am Zusammenbrechen zu hindern, indem es mit Beton unterfüttert wird. Aber nur auf den 6 Metern wo tiefe Löcher zu nahe ans Haus gegraben werden. Das Haus ist nämlich auf Sand gebaut (auch aus Sandsteinen), hat also kein Fundament unter den Kellersteinen. So war das damals in 1948. Hat ja auch gehalten. Gibt sogar auch dafür Lob: Die Steine sind trocken und fest. Aussergewöhnlich gut erhalten. Na also. Schon wieder ein Kollateral-Lob.


Vom Montag gibts kein Foto, weil wir in Innsbruck in der Lieblingsklinik waren.


Am Dienstag 11.2. wird der zweite Abschnitt „unterfangen“. Immer nur 1,50 Breite darf das Haus ausgegraben werden.

Dieses leicht düstere Bild zeigt den Vorteil, wenn ums Haus rum der Garten nicht reicht für Ablagerung, man aber aussenrum insgesamt 1ha Campingplatz hat, den man soweit der Bagger bzw später der Kran reicht, verwenden bis verwüsten kann.


Am Mittwoch morgen um 7 Uhr braucht der Kranfahrer erst mal Salz, weil aus dem Kran kein Schlitten werden soll.

Dann tun die so, als könnten sie das Anhängerchen schieben. Aber es geht natürlich nur bergab. Ich dachte immer, wir hätten doch eine relativ breite Einfahrt. Wenigstens einspurig. Aber das gilt halt nur für Wohnwägen (auch große) und Wohnmobile (auch große). So ein Kran ist doch ziemlich groß, auch wenn es einer der kleinsten ist.

Ich habe erst später erfahren, dass an diesem Tag die hintere Lenkachse in Reparatur war. Und mit der Starrachse war’s doch eng.

Sodass das Einparken und Aufrichten dann doch 2 Stunden gedauert hat.

Jetzt steht er erst mal auf wenige Zentimeter an allen Rändern vom verbliebenen Garten. Bei schöner Sonne!

Jetzt macht er was interessantes: Frisst sich selbst auf. Metamorphose. Hebt sein eigenes Fahrgestell auf den Lastwagen. Und hat sich dadurch sagenhaft in die Ecke manövriert. Da kommt er nicht mehr raus. Im Gegensatz zu einem Bagger. Der kann sich selbst hochstemmen, wenn er festsitzt. Das kann der Kran nicht.

So schaut der Anhänger auf dem Laster aus.


hab grad keine Zeit für hier weitermachen,


sind aber mittlerweile angekommen am 20.02.2020 (!) bei Haus steht noch, wir wohnen noch hier und das Loch wächst schon wieder zu:

Bin hier schon zum Probewohnen im Aufzug (Kellergeschoß) eingeladen worden.


Freitag 21.2.20 Schalung KG Turm unterhalb Haus fertiggestellt

unser Urlaub in Blumau, deshalb eine Woche nur Fotos von Ü-Kameras

Freitag 28.2.20 keine Baustelle wegen Schnee

Montag 2.3.20 Schalung EG Turm

Dienstag 3.3.20 Beton Turm EG

Mittwoch 4. Mrz. 2020 Ausschalung Turm
13:08 erste Aussenfläche sichtbar
16:18 Alles nackig

Donnerstag 5.3.20 Aussenschalung OG

Freitag 6.3.20 Eisen OG


Montag 9.3.20: Innenschalung & Beton OG Turm

Dienstag 17.3. Turm ohne Schalung:

Donnerstag 19.3 Kellerzugang Betonierung Decke:

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s