Veröffentlicht in Allgemein

Die Lust an der Panik

Schon als es gegen die Terroristen ging, ging’s hoch und wichtig und gewaltig her.
die Einen haben durch gelogene bis fahrlässige Begründungen richtig viel mehr Kollateralschäden erzeugt, als realistischerweise jemals Terroristen hätten erzeugen können. Kollateralschäden sind hier Tote, Verletzte, Entwurzelte. Vermutlich ist das IS-Irrenhaus erst durch die geniale Aktion gegen den Irak so richtig in Schwung gekommen.

die Anderen haben flugs Freiheitsrechte der Bürger beschnitten in einem Ausmaß, dass die Terroristen ihre helle Freude hatten. Denen müssen heute noch die Schenkel brennen.

Wie oder woraus haben die Terroristen diesen unglaublichen Hebel gebastelt? Sprich, uns wirklich genial in die Auto-Aggression getrieben bzw unser Immunsystem zu diversen Autoimmunreaktionen angefeuert?


Sie haben hübsche Videos geschickt, die unsere Presse gerne weiter verteilt hat oder mindestens zitiert hat. höchstrangige Politiker haben nach dem Motto

Als erstes sollten wir mal alle in Panik verfallen

sorgenvoll erklärt, solche Angriffe auf unsere Werte aka Freiheit müssten verhindert werden. und zwar ziemlich um jeden Preis. Gerne erst mal sofort durch Überwachung der bedrohten Bürger. Für eine Weile war dieser auch unsererseits heilige Krieg dann unser grösstes und fast einziges Problem. Gemessen an der leider grossen Vielfalt schon länger existierender Problemen, die sehr viel mehr Tote, irgendwie Beschädigte und diverse üble Schwierigkeiten in der Zukunft verursachen, war und ist die Bedrohung durch die diversen Verbrecherbanden sowas von unbedeutend.


Aber es ist wie im Western und anderen Heldenfilmen: Action wirkt, Action sells.
Bilder von gepanzerten Polizisten, gerne mit gut sichtbaren Waffen, von wiedererwachten Grenzbarrieren mit vielen Polizeiautos und von Computer Bildschirmen, die irgendwie suggerieren, die Bösen werden damit aus dem Netz gefischt (mit etwas Beifang halt)  , halten das zu verteidigende Volk in Atem und bei Laune.

da hat keiner Lust, sich mit den verdammten zehntausend mittelgut versteckten langweiligen Problemen zu belasten. weder die anführer und ansager, noch der Bürger auf der Couch.
Ein greifbarer Feind , ein (totaler) Krieg, einmal zeigen, wo der Hammer hängt, wenns grad wurscht ist, was es kostet, ist einfach einfacher als die zehntausend lästigen Probleme.

wenn ich nur eins davon nennen dürfte, wäre es die Weltmeister Position in digital hinterm Mond. die im Übrigen auch gespeist ist aus der diffusen  Angst, dass der ganze digitale Kram jede Menge Bedrohung beinhaltet. und ausserdem Lernen bedeutet, also Anstrengung. und auf jeden Fall noch Zeit hat. ging ja bisher auch gut. das made in Germany.

Wenn’s mehr sein dürften, kann ich gerne nachliefern.

dämmerts, was mein nächste kapitel ist? zur Zeit? dagegen war der Krieg gegen die Andere kopflos machenden heiligen Irren ein Kindergeburtstagsausflug.

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